Schnittstellen, die nachts arbeiten

Wenn Shop und Warenwirtschaft nebeneinander laufen, ohne miteinander zu reden, macht das jemand von Hand. Artikel anlegen, Preise nachziehen, Bestände korrigieren, Bestellungen abtippen. Diese Arbeit gehört abgeschafft.

Was ich verbinde

Kein System ist zu speziell. Zur Not genügt eine Datei, die zu festen Zeiten am richtigen Ort liegt.

ShopsystemeBeide seit Jahren im Einsatz, mit ihren Eigenheiten.
Shopify, WooCommerce
WarenwirtschaftVon verbreiteten Systemen bis zum Branchen-ERP mit 200 Anwendern.
fast jedes
Logistik und VersandEigene APIs, Sendungsverfolgung, Rückmeldung ins System.
nach Anbieter
Ohne SchnittstelleWenn es keine API gibt, reicht ein Export zur festen Zeit.
CSV genügt

Vier typische Fälle

Beispiele aus laufenden Anbindungen, ohne Namen und mit echten Größenordnungen.

Shop an dänisches ERP

Rund 500 Artikel mit Preisen und Beständen, Bestellungen laufen zurück in die Warenwirtschaft.

Großer Katalog

30.000 Artikel, täglich etwa 2.000 Abweichungen. Übertragen wird nur, was sich geändert hat.

Nächtliche ERP-Datei

200.000 Zeilen kommen per SFTP an und werden eingelesen, ohne dass jemand Excel öffnet.

Verkürzter Umweg

Ein Zwischentool, das damals nötig war und heute Geld kostet. Solche Ketten lassen sich oft kürzen.

Der Kundenzugang

Woran Du erkennst, dass es läuft

Eine Schnittstelle, die funktioniert, ist unsichtbar. Das ist ihr Zweck, macht sie aber auch unheimlich: Woher weißt Du, dass heute Nacht alles durchgelaufen ist?

Deshalb gehört eine Oberfläche dazu. Jeder Lauf ist einsehbar, mit Zeitpunkt, Umfang und Ergebnis, dazu Berichte per Mail. Wenn etwas hakt, steht dort nicht „Fehler", sondern was genau an welchem Artikel gehakt hat.

Sync-LäufeNacht auf den 14.

Lauf vom 14.08., 03:12 Uhr

Artikel gelesen29.412Preise geändert1.874Bestände geändert164Ohne Gegenstück im Shop3
Jeder Lauf mit Zeitpunkt, Umfang und Ergebnis, dazu die Zeilen, die Aufmerksamkeit brauchen.

Warum kein fertiger Konnektor

Fertiglösungen sind günstiger, solange Dein Betrieb dem Schema des Anbieters folgt.

Für Standardfälle gibt es Konnektoren von der Stange, und wenn einer passt, sage ich Dir das. Sie reichen so lange, wie beide Seiten sich an das vorgesehene Schema halten. Nur gibt es für ein Branchensystem mit ein paar hundert Anwendern nie einen fertigen Konnektor, und sobald eigene Logik dazukommt, hört es auch beim verbreiteten System auf: Preise nach Kundengruppe und Menge, Bestände aus mehreren Lagern, Bestellungen, die nur unter Bedingungen weiterlaufen dürfen.

Genau da liegt mein Vorteil gegenüber einer Fertiglösung: Ich brauche kein bestimmtes System auf der anderen Seite. Wenn es eine API gibt, nutze ich sie. Wenn nicht, genügt eine Exportdatei, die zu festen Zeiten am vereinbarten Ort liegt. Damit lässt sich fast jedes ERP anbinden, auch eines, dessen Namen außerhalb Deiner Branche niemand kennt.

Ein Detail aus dem Maschinenraum, das sich erst im Störfall bezahlt macht: Abgeglichen wird gegen den Zustand, der wirklich im Shop steht, nicht gegen das, was beim letzten Mal übertragen wurde. Bricht ein Lauf ab, holt der nächste ihn von selbst ein, statt Änderungen stillschweigend zu verlieren.

Wenn die Daten nicht sauber sind

Die meisten Schnittstellenprobleme sind Datenprobleme. Sie fallen nur an der Schnittstelle auf.

Der Klassiker ist die Artikelnummer. Im ERP steht 00815, im Shop kommt 815 an, weil unterwegs jemand die Datei in Excel geöffnet und die führende Null verloren hat. Oder es hängt ein Leerzeichen am Ende, das niemand sieht. Oder dieselbe Nummer existiert zweimal, weil zwei Personen sie unabhängig vergeben haben, und der Abgleich überschreibt munter den falschen Artikel.

Dazu kommt der Graben zwischen den Welten. Die Warenwirtschaft läuft auf Windows, der Shop auf einem Linux-Server, und was dort selbstverständlich ist, ist hier ein Unterschied: Aus „Müller" wird „Müller", wenn die Zeichenkodierung nicht stimmt. Ein Preis von 1,50 wird zu 150, weil die eine Seite mit Komma rechnet und die andere mit Punkt. Und ABC-100 und abc-100 sind für Windows dasselbe, für den Shop zwei verschiedene Artikel.

Am unangenehmsten ist, was gar nicht zu sehen ist: unsichtbare Steuerzeichen aus einem Export, ein kyrillisches „а" mitten in einer sonst lateinischen Nummer. Auf dem Bildschirm sieht alles richtig aus, und die Suche geht trotzdem ins Leere. Dafür habe ich mir ein Werkzeug gebaut, das Du hier kostenlos benutzen kannst. ASKI öffnen

So läuft ein Projekt

Vier Schritte. Der erste kostet wenig und beantwortet die teuren Fragen vorab.

  1. Ansehen

    Welche Systeme, welche Zugänge, welche Datenwege, und was heute von Hand passiert.

  2. Kalkulieren

    Kein Festpreis, sondern eine Schätzung aus Erfahrung, samt Ansage, wo sie unsicher ist.

  3. Bauen

    Erst gegen eine Testumgebung. In den laufenden Shop geht nichts, bevor ein Durchlauf sauber war.

  4. Betreiben

    Läufe werden überwacht und protokolliert. Was nachts hakt, steht morgens im Bericht.

Für Agenturen

Ein guter Teil dieser Projekte läuft nicht direkt, sondern über eine Agentur.

Wenn bei Dir das Projekt steht und die Anbindung fehlt, bin ich die Werkbank dahinter. Ich setze Dein Design um und entwerfe keines, mache kein Marketing und kein SEO, und Deine Kunden bleiben Deine. Ein NDA ist selbstverständlich, und ob ich gegenüber dem Endkunden sichtbar auftrete, entscheidest Du.

Wie ich mit Agenturen arbeite