Über mich

Die erste Bestellseite habe ich noch während der Ausbildung gebaut. Seitdem arbeite ich an derselben Frage: Was passiert eigentlich zwischen dem Klick auf „Bestellen" und dem Moment, in dem beim Händler etwas ankommt?

Wie es angefangen hat

Virtuelle Grüße aus dem Internet, ein Freund und eine Domain, die heute ein Vermögen kosten würde.

Digitale Grußkarten per Mail und im Browser. Heute längst überholt, Mitte der 1990er eine kleine Revolution, als das Internet selbst noch in den Kinderschuhen steckte. Verkauft haben wir damit nichts, gelernt dafür fast alles. Wie eine Bestellung entgegengenommen wird, was danach passieren muss, und woran es hakt, wenn zwei Systeme sich nicht einig sind.

Daraus wurde ein Beruf. Seit 1999 arbeite ich hauptberuflich im E-Commerce, seit Juni 2000 selbstständig. Dazwischen liegen so ziemlich alle Systeme, die in einem Onlinehandel Daten austauschen: Shops, Warenwirtschaften, Logistik, Payment, und all die Wege dazwischen, auf denen es knirschen kann.

Warum allein

Der Umweg über die große Firma

Ein Kapitel dazwischen war eine eigene Firma, die auf 25 Leute gewachsen ist. Ich war Mitgründer und CTO, habe anfangs selbst programmiert und mit dem wachsenden Team die gesamte Softwaresparte geleitet. Dabei habe ich gelernt, was mit der Größe kommt: Projektleiter zwischen Kunde und Entwickler, Übergaben, Abstimmungsrunden. Am Ende weiß der, der baut, nicht mehr genau, warum er es baut.

Heute arbeite ich wieder allein, und nicht, weil es zu mehr nicht gereicht hätte. Wer mit mir spricht, spricht mit dem, der die Anforderung aufnimmt, den Code schreibt und ihn in drei Jahren noch pflegt. Es gibt niemanden, an den ich Dich weiterreichen könnte.

Die Kehrseite gehört dazu: Meine Kapazität ist begrenzt, und manchmal passt ein Vorhaben zeitlich nicht. Das sage ich dann sofort. Dafür bedeutet eine Zusage, dass ich sie selbst halte und nicht ein Team, das gerade umgebaut wird.

Wie ich arbeite

Meine Ansprechpartner sind selten Programmierer. Meistens sind es die, die entscheiden müssen.

Deshalb übersetze ich. Was technisch passiert, erkläre ich so, dass Du es ohne Vorwissen beurteilen kannst. Nicht weil die Technik egal wäre, sondern weil Du sonst etwas unterschreibst, das Du nicht einschätzen kannst.

Dazu gehört die unbequeme Sorte Auskunft. Einmal war das die Ansage an eine Agentur, dass die gewählte Shopsoftware den geplanten B2B-Betrieb nicht tragen würde, weil der teure Tarif dafür beim Kunden nie zur Debatte stand. Also Kritik an der Entscheidung dessen, der mich bezahlt. Solche Gespräche sind unangenehm und haben mich noch nie einen Auftrag gekostet.

Und für Probleme, die immer wiederkommen, baue ich Werkzeuge, statt sie jedes Mal neu zu lösen. Einige stehen öffentlich hier, das wichtigste läuft nicht öffentlich, sondern bei meinen Kunden: die Oberfläche, in der sie ihren Datenaustausch selbst einsehen können.

Wenn Du für eine Agentur liest

Die häufigste Sorge beim Zukauf ist der Kundenabgriff. Deshalb steht hier auch keine Logowand.

Ein Teil meiner Arbeit läuft über Agenturen, und dort gilt: Deine Kunden bleiben Deine. Ob ich gegenüber dem Endkunden sichtbar bin oder unter Deinem Namen arbeite, entscheidest Du, nicht ich. Dass auf dieser Seite keine Kundennamen stehen, ist kein Versehen.

Wie ich mit Agenturen arbeite